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11.05.2009 Tipps und Tricks - Unterkünfte - Teil 2 und anderes...

Der zweiter Teil von Tipps und Tricks - Unterkünfte ist online. Plus weitere Empfehlungen!

Im zweiten Teil werden wir uns mit den Unterkünften der zweiten Hälfte der Reise beschäftigen und das Ganze noch etwas aufpeppen mit Empfehlungen und GPS-Koordinaten anderer interessanter Orte.

Saint Louis, Senegal

Kaum die Grenze zum Senegal überschritten, haben wir auch schon das Etappenziel erreicht. Wir nächtigen in Saint Louis und verbringen in dieser Stadt tagsdrauf auch noch einen Ruhetag. Nach zäher Einreise in den Senegal kommen wir spät nachts am Campingplatz Ocean an, so dass wir keine Möglichkeit haben, uns nach alternativen Schlafplätzen umzuschauen. Das ist aber auch gar nicht nötig, denn der Campingplatz ist durchaus zu empfehlen. Aber auch hier haben wir uns ein Zimmer geangelt. Die Zimmer sind sauber und die sanitären Anlagen gut; warmes Wasser ist auch kein Problem. Über die Erfahrungen der Camper habe ich keine Kenntnisse, zumindest habe ich keine Klagen mitbekommen. Das Essen ist durchschnittlich. Der Gastgeber gibt sich sichtlich Mühe, manchmal sind die Bediensteten etwas hektisch und unkoordiniert, aber das liegt wohl eher an der Masse der anstürmenden hungrigen Meute. 120 Mäuler sind nicht so ohne Weiteres zu stopfen. Vorsicht vor der roten, scharfen Soße! Tim hat seinen Magen damit allzu sehr gereizt und kam tagsdrauf nicht mehr vom Topf herunter! Der organisierte Barbecue-Abend war auch gut gemeint, das Abendprogramm - eine einheimische Musikband - kam gut an, jedoch das Fleisch war leider nur drittklassig. Satt wurden wir trotzdem. Und das Bier war richtig gut: Gazelle heißt es, so weit ich mich erinnere. Toll: WLAN und anständiger Datendurchsatz! Nutzt diese Chance, um eure Fotos und Tagebücher nach Hause zu senden, dies wird auf dieser Reise das letzte Mal sein, dass man eine ordentliche Internetverbindung zustande bekommt. Hier die GPS-Koordinaten: N 15.99767 W016.50953 (13m)

Katholische Kirche in Saint Louis, Senegal
An Sehenswürdigkeiten gibt es einige in der Stadt. Zentraler Treffpunkt ist der Place Faidherbe (N 16.02352 W016.49376). Von dort aus kann man zu Fuß die katholische Kathedrale, den Gouvaneurspalast, eine Mädchenschule und den müllübersähten Strand besichtigen. In die Stadt sind wir mit einem Taxi gefahren, zurück mit dem Maulesel. Der Weg zum Campingplatz führt vorbei an dem Fischermarkt und dem Fischerfriedhof (N 16.02032 W016.50814). Nachdem ich diesen furchtbaren Fischermarkt gesehen und gerochen (der Gestank ist unerträglich) habe, zog ich abends dann doch dem Fisch das Fleisch vor. Gegenüber liegt der Fischerfriedhof, hier bitte aufpassen mit dem Fotografieren, das wird nicht gerne gesehen.


Banjul (Serrekunda), Gambia

Nach einer anstrengenden Fahrt durch den Senegal erreichten wir unser Ziel der Reise, Banjul in Gambia. Senegal bot uns besonders in der Stadt Kaolack unbeschreibliche Eindrücke. Wir dachten bis dahin, nichts könnte uns mehr schocken nach 7000 km, doch wir wurden eines Besseren belehrt. Lasst die Kamera die gesamte Zeit laufen, während ihr durch diese Stadt fahrt. Stellt euch auf unglaubliche Hitze ein, denn auf der gesamten Reise durch Afrika ist dies der Punkt, der am weitesten im Landesinneren liegt und nicht durch Küstenwinde aufgefrischt wird. Eine besondere Erfahrung bietet sich an der Fähre (Überfahrt nach Banjul über den Gambia-River). Kinder und Jugendliche wollen auch hier nur euer Bestes, doch wollen sie dir etwas verkaufen und betteln nicht einfach. Wir haben einem netten 15-jährigen, der sich "Wolfgang" nennt, Bier abgekauft.

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es viele im Großraum Serrekunda/Sukuta. Banjul liegt direkt im Norden und wird begrenzt von dem Atlantik und dem Gambia River. Serrekunda liegt südlich und ist größer als Banjul. Sukuta liegt weiter südwestlich an der Küste und ist der eigentliche Zielort der Challenge. Der Campingplatz von Heinz Bormann nennt sich Camping Gambia und befindet sich dort: N 13.42033 W016.71383. Wir übernachteten die restlichen Nächte im Holiday Suites (N 13.44498 W016.70915). Für umgerechnet 21 Euro nennt man ein ganzes Appartment sein Eigen: Geräumiges Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer, Bad, Abstellkammer. Leider funktionierte die Dusche nur unzureichend und die Toilette musste man durch manuelles Nachgießen von Wasser auf die Sprünge helfen. Das Appartment ist nur schwer zu lüften, ansonsten recht sauber, die Bediensteten sind engagiert. Das Foto zeigt das Holiday Suites.


Keine 400 Meter weiter die Straße hinunter befindet sich das Amsterdam Dolphins, der ehemaligen Stammkneipe der Rallye-Gemeinde. Dieses Restaurant ist auf jeden Fall ein Besuch wert, plant ein Abendessen dort ein (N 13.44891 W016.71052). Ebenfalls interessant ist der Wasserturm, ein türkisches Restaurant eines Deutsch-Türken aus Krefeld, den es irgendwie nach Gambia verschlagen hat (Wir nehmen an, dass Josef, der Inhaber, selbst nicht weiß, wie er dort hingekommen ist, zumal seine Familie noch in Deutschland lebt.) Das Essen ist sehr gut, man spricht deutsch, nehmt den Eiswürfel aber schnell aus eurem Glas. Möglicherweise spendiert Josef auch euch eine Runde Cola-Korn! Hier die Koordinaten: N 13.44044 W016.72004

Heinz ist seit Kurzem Besitzer des Nostalgia, einem sehr schönen Restaurant mit toller Atmosphäre und gutem Essen. Dies ist nun das Stamm-Restaurant der Challenge-Teilnehmer. Ihr werdet es erleben! Hier die Koordinaten: N 13.47328 W016.69164


Immer noch eine Attraktion für Teilnehmer diverser Challenges ist Barth's Place, einer Art Kiosk, welcher der Zielpunkt verschiedener Rallyes ist. Auffallend ist die schwarz-weiß karierte Wand, die an eine Zielflagge erinnert und auf der man sich verewigen kann. Wir haben an die Wand gleich noch eines der beiden Nummernschilder von Irene geschraubt...

Barth’s Place N 13.28573 W016.77812

Toll eingekauft werden kann im Kairaba Shopping Center. Klimatisiert, sauber und gefüllt unter anderem mit Import-Waren. Eine bessere Einkaufsmöglichkeit für Lebensmittel haben wir im Großraum Banjul nicht gefunden.

Kairaba Shopping, Banjul
N 13.44969 W016.71600

Wer sich für handgeschnitzte Figuren, Masken und ähnliches interessiert, noch Dinge zum Tauschen übrig hat und sein Verkaufstalent etwas trainieren möchte, ist auf dem Holzmarkt gut aufgehoben. Vier Mal haben wir ihn besucht und wurden sämtliche Utensilien los, die wir nicht mehr nach Hause zurück nehmen wollten oder konnten. Diejenigen Dinge, die nicht vorher verschenkt wurden, fanden im Tausch gegen Souveniere aus Holz dankbare Abnehmer.

Holzmarkt, Banjul
N 13.28916 W016.65759

Ich möchte noch zwei Übernachtungsmöglichkeiten nachreichen, die von einigen Teilnehmern genutzt wurden und über den grünen Klee gelobt wurden. Wir haben diese Hotels leider nicht mit eigenen Augen gesehen, so konnten wir uns keinen Eindruck verschaffen.

Baobab Holiday Residence, Banjul
N 13.42486 W016.72980 (25m)

Babulas Residence, Banjul
N 13.44000 W016.72022 (25m)

Die Hilfsprojekte sollen an dieser Stelle nicht fehlen:

Abfahrt Manduar Health Post
N 13.24930 W016.63715 (33m) und

Manduar Health Post
N 13.24811 W016.63918 (31m ü. M.)

Ceesay School
N13.38084 W016.68289 (40m)

Das SOS Kinderdorf in Banjul ist kein Projekt der DBO, trotzdem ist es erwähnenswert. Gegenüber befindet sich eine riesige Müllkippe, die stellenweise brennt und in der Menschen herumwaten, um nach Essbarem zu suchen. Hier die Koordinaten: N 13.43816 W016.70105 (31m)

Die Fahrzeuge werden in Bakau, im Independence Stadium versteigert. Den Weg dorthin findet ihr mit Hilfe der folgenden Koordinaten: N 13.46871 W016.67919 (13m)

Ich hoffe, diese Tipps und Eindrücke helfen dem ein oder anderen bei der Planung und Durchführung der Rallye.

Danke für euer Interesse,
sandige Grüße, Elmar

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Veranstalter Dresden-Dakar-Banjul Challenge