Mit diesem Beitrag möchten wir nachfolgenden Teams oder denjenigen Hilfestellung geben, die in den von uns besuchten Regionen Urlaub machen möchten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Orientierung und Navigation mit dem GPS-Gerät.
Seit dem Ende der Rallye Ende März habe ich heute das erste Mal wieder mein Outdoor-Navigationsgerät in der Hand. Dabei handelt es sich um das Garmin GPSmap 60 CSx mit installierten Karten für Mitteleuropa, Marokko, Tunesien, Westsahara, Senegal und Gambia.
Schon während der Challenge entstand der Gedanke, die gesammelten GPS-Daten zu veröffentlichen und somit nachfolgenden Teilnehmern eine Hilfestellung bei der Orientierung und dem Auffinden bestimmter Punkte geben zu können.
Abgesehen von den Koordinaten, die in Zusammenhang mit dem absolvierten Geocaching stehen, haben wir weitere 50 Punkte festgehalten, Campingplätze und Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Hilfsprojekte und vieles mehr.
Wir kümmern uns im ersten Teil um die Übernachtungsmöglichkeiten auf unserer Reise bis nach Mauretanien. In Teil 2 behandeln wir die weitere Strecke bis nach Gambia.
Hohberg, Deutschland
Der Zielpunkt der ersten Etappe war Hohberg, an der deutsch-französischen Grenze gelegen. Die Rallye-Organisation bot den Teilnehmern die Übernachtung in der Halle an, in der der Afrika Hilfe Verein eine Willkommensfeier für die Rallye-Teilnehmer veranstaltet hatte. Wir verzichteten auf diese Möglichkeit, die Nacht zu verbringen; wir sollten noch einige unbequeme Nächte auf der weiteren Reise vor uns haben. So bezogen wir ein Zimmer in einer kleinen Pension nicht weit von Hohberg gelegen. Den Namen der Pension und den Ort sowie die Kosten für die Übernachtung reiche ich nach.
Angloulème, Frankreich
Obwohl wir uns in Angoulème, Frankreich über das Internet bereits ein Zimmer im Formule 1 reserviert hatten, zogen wir nach einer kurzen Besichtigung der Zimmer vor, in das 50 Meter entfernte Ibis-Hotel zu ziehen. Toilette und Dusche auf dem Gang, zu teilen mit zahlreichen anderen Gästen, war dann doch nicht ganz nach unserem Geschmack. Zudem soll das Frühstück sehr spärlich ausgefallen sein, sagte man uns später. Details zu dem Ibis-Hotel reiche ich ebenfalls nach.
Madrid und San Roque, Spanien
In Madrid wurde von der Rallye-Leitung ebenfalls ein Formule 1-Motel zur Übernachtung vorgeschlagen. Gleiche Situation wie am Vorabend: Hotelwechsel. Wir bezogen für diese Nacht das Holiday Inn Express, keine fünf Fahrminuten vom Formule 1 entfernt. Details folgen.
Erwähnen möchte ich noch die Windmühlen, die mit der Geschichte von Don Quixote in Verbindung gebracht werden. Diese sind unbedingt einen Abstecher wert. GPS: N 39.69170 W003.49263 (653m)
In San Roque entschlossen wir uns, in erster Linie aufgrund des augenscheinlich guten Wetters, das Zelt zu nutzen und auf dem Campingplatz zu nächtigen, den der Rallyetross anfuhr. Der Campingwart spricht deutsch, der Platz ist sauber, die sanitären Anlagen ebenfalls. Besucher mit Zelt sollten versuchen, einen der überdachten Stellplätze zu ergattern, diese Wahl sollte uns vor einer unangenehmen Nacht bewahren, denn es hat nachts heftig geregnet.
Larache, Marokko
Die erste Nacht auf afrikanischem Boden, in Larache, verbrachten wir notgedrungen auf dem Campingplatz. Obwohl das Wetter miserabel war - es regnete und stürmte - zogen wir das Zelt einem Hotel oder Motel vor. Der Grund lag darin, dass es sich im Norden Marokkos um einen sozialen Brennpunkt handelt, wir haben uns in der Stadt nicht sicher gefühlt, zudem wurde ein Team beklaut. Man hatte die Seitenscheibe des Fahrzeugs eingeschmissen und die Kameraausrüstung, die von außen sichtbar auf dem Beifahrersitz lag, entwendet. Die einsetzende Dunkelkeit hätte eine Hotelsuche nicht einfacher gemacht. Diejenigen, die sich auf der Reise ein Hotel suchen, sollten immer darauf achten, dass der Parkplatz bewacht ist. Dass der Campingplatz sicher ist, davon konnten wir ausgehen. Das Essen war mittelmäßig, die sanitären Anlagen jedoch unter aller Kanone. Selbst Zähneputzen und Umkleiden haben wir unmittelbar am Fahrzeug durchgeführt. Beinahe wäre unser "Kackstuhl" in Larache eingeweiht worden...
Tanken ist noch kein Problem, verabschiedet euch aber so langsam von bleifreiem Benzin. Spätestens in der Westsahara gibt es nur noch guten, alten verbleiten Sprit.
Marrakesch, Marokko
In Marrakesch bietet sich der Campingplatz als Übernachtungsmöglichkeit an. Man hat die Wahl zwischen einem Zeltplatz und einem von etwa 6-8 Zimmern. Falls man ein Zimmer sein eigen nennen möchte, sollte man sich sputen, denn der Andrang könnte groß sein. Doch überlegt es euch gut: Die Räume sind stickig und es wimmelt von Stechmücken (Keine Angst, Marokko ist kein malariagefährdetes Gebiet). Der Vorteil ist, dass man Platz hat - für das Gepäck und sich selbst. Das ist nicht zu unterschätzen, denn Marrakesch hält einen Ruhetag bereit.
Tafraoute, Marokko
Je nach dem, welche Route ihr tagsdrauf wählt, könnte euch der Weg in den Anti Atlas führen. Dieser Weg ist wärmstens zu empfehlen. Unserer Meinung nach war diese Etappe die landschaftlich schönste der gesamten Challenge. Man benötigt - entgegen anderer Stimmen, die ich gehört habe - kein Allradfahrzeug, um den Weg passieren zu können. Hört euch aber um, ob dort oben noch bzw. schon Schnee liegt oder Wege aus anderen Gründen unpassierbar sind (Regenfälle u. a.). Wir hatten keine Probleme und sind diese Etappe alleine gefahren. Übernachtet haben wir in der Auberge Kasbach Chez Amaliya in Tafraoute auf 1000 Meter Höhe. Das Hotel ist ein Luxushotel in landesgemäßem Stil mit tollem Ambiente und wahnsinniger Atmosphäre. Das Hotel wird unter holländischer Führung betrieben. Das Doppelzimmer kostet 45 Euro inkl. gutem Frühstück. Das hoteleigene Restaurant bietet auch Köstlichkeiten für den Abend. Finger weg von den Thunfisch-Spaghetti. Riecht nach Katzenfutter und schmeckt nur etwas besser, der Thunfisch jedenfalls hat bei mir im Bauch nachts noch einige Runden gedreht.
Adresse: B.P. 41, Tafraoute, 85450 Maroc
Tel: +212 (0) 28800065
Fax: +212 (0) 28801407
E-Mail: info@chezamaliya.com
Web: www.chezamaliya.com
GPS-Koordinaten haben wir leider nicht von diesem Hotel, lasst euch die Lage von einem Hotelangestellten erklären. Englisch wird gesprochen.
Laayoune, Westsahara
In Laayoune gibt es keine Alternativen zum Camp. Zu empfehlen sind unbedingt die Beduinenzelte, die man für die Nacht mieten kann. Diese sind sehr geräumig und sogar ausgestattet mit Matratzen und Mini-Mobiliar. Es ist ein tolles Gefühl, mal in einem solchen Zelt geschlafen zu haben. Es ist auch nur wenige Euro teurer als ein Zeltstellplatz. Zu dem angebotenen Essen können wir nichts sagen, wir haben uns an diesem Abend und auch am folgenden Morgen selbst versorgt. GPS: Beduinencamp Laayoune (654m)N 27.44033 W013.02302
Dakhla (Ad-Dakhla), Westsahara
Dakhla heißt die nächste Station, in dieser Stadt wird ebenfalls ein Ruhetag verbracht. Achtet darauf, dass die Stadt auf einigen Karten u. U. als "Ad-Dakhla" gekennzeichnet ist.
Wir haben uns auf diesen Campingplatz nicht eingelassen, Betonboden und dürftige sanitäre Anlagen ließen uns ein Hotel suchen. GPS: Camping Dakhla (20m) N 23.76380 W015.90796. Wir haben - ungelogen - stundenlang nach einem geeigneten Hotel gesucht, aber keines gefunden, welches ein Mittelding zwischen "Absteige" und "Luxushotel" dargestellt hätte. Team RBX hat in der Stadt ein "drittklassiges" Hotel bezogen; und prompt wurde das Fahrrad geklaut. Wir bezogen das Riad Sahara Dakhla für stolze 80 Euro pro Doppelzimmer inkl. Frühstück. Dafür bekamen wir auch Luxus pur. Zimmer inkl. zweier Duschen mit Balkon und Meerblick, zuvorkommende, freundliche Bedienstete, gutes Essen, nur mussten wir auf dem Weg zum Frühstück am folgenden Tag eine Kakerlake zertreten, die auf ihrem Weg vom oder zum Frühstücksraum war. Dort haben wir jedoch nicht gegessen, sondern zogen es vor, auf der Terasse zu speisen. Das Ambiente,die Atmosphäre und die Bauweise sind orientalisch; hervorragend. GPS: Riad Sahara Dakhla (12m) N 23.74908 W015.90822. Eine weitere Alternative ist das Sahara Regency Dakhla, welches einen langweiligen europäischen Stil aufweist. Das Doppelzimmer kostet 80 Euro ohne Frühstück. GPS: Sahara Regency, Dakhla (18m) N 23.70228 W015.92853
In Dakhla werden die Fahrzeuge, die noch nicht über einen Unterbodenschutz verfügen oder anderweitig repariert werden müssen, auf die Wüstenetappen vorbereitet. Obwohl an Irene keinerlei Arbeiten zu verrichten waren, haben wir die Straße aufgesucht, in der einige Werkstätten zu finden sind. Wir haben bestimmt zwei Stunden diese verdammte Straße gesucht. Damit dies anderen Teilnehmern in Zukunft erspart bleibt, nachfolgend die GPS-Daten der "Garage Street", wie wir sie genannt haben:
Garage Street, Dakhla
N 23.69699 W015.93580 (16m)
Zweiter Pflichttreffpunkt ist Dakhla. Genauer gesagt die letzte Tankstelle vor der Einreise nach Mauretanien. Diese ist eine von zwei kurz aufeinanderfolgenden Tankstellen.
Petrom Sahara
N 22.05821 W016.74267 (20m)
PNA (wir haben diese Tankstelle „Last Service“ genannt)
N 22.05457 W016.74691 (26m)
Dünencamps in der Wüste (Outdoorcamping), Mauretanien
Die nachfolgenden Nächte verbringt man auf sandigem Untergrund, in der Wüste. Es ist ein tolles Erlebnis, in totaler Einsamkeit und (augenscheinlicher) Ödnis zu nächtigen. Nachfolgend die GPS-Daten, doch die Rallye-Leitung behält sich vor, das Nachtlager auch an anderer Stelle aufzuschlagen.
Versteckte Düne
N 21.81325 W016.87742 (655m)
Abfahrt Große Düne
N 21.06147 W016.33810 (657m)
Große Düne
N 20.94745 W016.44863 (665m)
Camp Dünen
N 19.74122 W016.21205 (685m)
Strandcamp “Muscheldüne”
N 19.20277 W016.37337 (7m)
Nouakchott, Mauretanien
Die Zivilisation erreicht man wieder in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott. Auch hier haben wir den Zeltplatz nicht genutzt, denn dieser schien ebenfalls ausschließlich auf Beton errichtet worden zu sein. Wir haben den Zeltplatz zwar gesehen, doch aufgrund der Dunkelheit nicht viel erkennen können, haben nachträglich auch kein Feedback von Campern erhalten. GPS: Camping Nouakchott (1m) N 18.11160 W016.02566
Da wir auf einer Stadtkarte gesehen hatten, dass es im Bereich um die deutsche Botschaft einige Hotels gab und wir in Besitz der GPS-Koordinaten derselben waren (Deutsche Botschaft Mauretanien, Nouakchott (44m) N 18.09605 W015.97540), haben wir uns dort etwas genauer umgesehen und schließlich das Hotel Halimal bezogen. Handelt den Preis herunter! Preise für Touristen sind utopisch. Wir handelten den Rezeptionist von 114 Euro auf 86 Euro herunter. Ohne Frühstück! Positiv: Gesicherter, bewachter Parkplatz, ummauert. Eifrige Bedienstete, die die Koffer tragen. Trinkgeld in Euro kann nur in Scheinen erfolgen, denn Banken tauschen keine Euro-Münzen in Landeswährung. Das Zimmer war jedoch nur durchschnittlich, unsere Sagrotan-Flasche kam an diesem Abend flächendeckend zum Einsatz. Malaria-Mittel nicht vergessen, hier wird es allerhöchste Zeit! GPS: Hotel Halimal, Nouakchott (13m) N 18.10017 W015.97440
Tanken sollte in Nouakchott kein Problem sein, es gibt derer viele. Nachfolged GPS-Koordinaten zweier Tankstellen in Nouakchott:
Total Service, Nouakchott
N 18.11378 W016.00010 (14m)
Star Service, Nouakchott
N 18.09943 W015.99722 (11m)
Das war der erste Streich, und der zweite folgt zugleich...