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25.03.2009 Rolling Hope: Nachlese und Fazit

Ein langersehnter Traum ging in Erfüllung!

Das ist nicht ganz richtig. Ein Traum war es schon, doch war er nicht langersehnt. Keiner von uns hatte vorher, weder gemeinsam noch jeder einzelne, an ein solches oder ähnliches Abenteuer gedacht, geschweige denn konkret geplant. Sechs Monate vor dem Rallye-Start kam diese Idee urplötzlich auf. Innerhalb weniger Minuten war das Projekt „Rolling Hope“ geboren.

Im Nachhinein haben wir in keinster Weise diesen Schritt bereut. Das Projekt war ein Erfolg auf ganzer Linie. Wir haben alle unsere hoch gesteckten Ziele erreicht. Innerhalb von nur sechs Monaten haben wir eine Marke aufgebaut, haben ein Netzwerk von Sponsoren, ehemaligen und zukünftigen Rallyeteilnehmern und weiteren Partnern aufgebaut. Wir haben mit intensiv mit Zeitungen zusammen gearbeitet und die Öffentlichkeit über unser Projekt informiert und zu einem guten Teil auch begeistern können. Die Planungen und Vorbereitungen verliefen – auch oder gerade aufgrund der tollen Unterstützung einzelner Personen – nahezu perfekt. Auch die Reise verlief ohne Probleme, ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Die Reise hat eine Vielzahl von Bedürfnissen und Zwecken erfüllt: Zum einen der persönliche Drang, fremde Länder und Kulturen kennen zu lernen. Dabei ist die persönliche Erfahrung im Land in keinster Weise zu ersetzen mit Literatur oder Fernsehen. Des Weiteren befriedigt ein solches Vorhaben die Abenteuerlust, sich in einer fremden Umgebung, ja einer fremden Welt zurechtzufinden, improvisieren zu müssen, ja quasi zu überleben. Es ist ebenfalls Grenzerfahrungen hinsichtlich Kultur, Hitze, Essen und Trinken, Hygiene oder soziale Kompetenz. Die Rallye hat auch sozial-gesellschaftliche Zwecke erfüllt. In der Heimat haben wir – durch Zeitungsberichte, eigene Internetseite, Öffentlichkeitsveranstaltungen und vieles mehr – auf die Hilfebedürftigkeit vieler Menschen in Afrika hingewiesen. Wir haben Menschen die Möglichkeit gegeben, ihren kleinen Teil zu einer besseren Welt beitragen zu können. Durch unsere gemeinsame Hilfe kann nun der Neubau einer Schule sowie die Erweiterung einer Krankenstation in Gambia, dem viertärmsten Land Afrikas, vorangetrieben werden. Die Erlöse der Fahrzeugverkäufe dieser März-Challenge betrugen mehr als 70.000 Euro!

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Wir haben aus unseren Erfahrungen, aus den Erlebnissen, aus Gesprächen mit Entwicklungshelfern und Einheimischen gelernt, dass Entwicklungshilfe im Kleinen sicherlich hilft, jedoch die grundsätzlichen strukturellen, wirtschaftlichen und sozialen Probleme in Ländern der Dritten Welt nicht zwangsläufig zu lösen vermag. Diese könnten in erster Linie nur durch den Staat gelöst werden. Doch sind in dieser Hinsicht von diesem [...] Staatsapparat einer Quasi-Demokratie keine Heldentaten zu erwarten. Der eigentliche Grund für die Misere liegt im Paradoxon zwischen althergebrachter Traditionen, Lebensweisen und Religion der Dritten Welt und Gesellschaftsformen und Wohlstand der Wirtschaftsnationen der Ersten Welt. Diese beiden Seiten sind nur schwer zu vereinbaren...

Wir sind froh, einen Einblick in die Dritte Welt bekommen zu haben, dies hat uns die Augen geöffnet für die gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Probleme und hat uns vor allem Zusammenhänge erkennen lassen, deren wir uns vorher nicht bewusst waren.

Wir danken allen Angehörigen und Freunden, allen Sponsoren und Partnern und allen, die uns die Daumen gedrückt haben. Wir bedanken uns herzlich für Eure Anteilnahme an unserem Projekt und sind uns sicher, den einen oder anderen zum Nachdenken über das Leben anderer oder das eigene bewegt zu haben.

Dies sollte der letzte Eintrag in das Tagebuch von Rolling Hope sein, doch das Projekt ist damit noch nicht beendet. Schauen Sie regelmäßig auf unserer Internetseite vorbei und lassen Sie sich die Neuigkeiten nicht entgehen. Wir sehen uns hoffentlich auf der Rolling Hope-Abschlussfeier Ende Mai in Usingen-Merzhausen. Sandige Grüße, Tim & Elmar.

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Veranstalter Dresden-Dakar-Banjul Challenge