Die Rallye ist vorbei!
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Irene, das Rallyefahrzeug

Die Dresden-Dakar-Banjul-Challenge wird mit gebrauchten Fahrzeugen gefahren. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Auto, ein Transporter oder ein Motorrad handelt. Marke und Modell des Boliden, wie die Fahrzeuge gerne genannt werden, sind den Teilnehmern völlig freigestellt. Es ist zu beachten, dass die Vehikel am Zielort Banjul (Gambia) versteigert werden. Die Versteigerung steht unter staatlicher Aufsicht. Die Erlöse kommen karitativen Hilfsprojekten zu Gute.

(c) Rolling Hope 2008
Das Team Rolling Hope hat sich für das Abenteuer einen 89er Nissan Terrano ausgesucht. Nach lediglich einwöchiger Suche nach einem passenden Gefährt wurde dieser Allradler aufgetan. Das Auto wurde einem Autohändler in Hanau abgekauft, damit fand sich das Auto praktisch vor der Haustüre. Für einen Kaufpreis von 1250 Euro wechselte der rote "Flitzer" seinen Besitzer. Damit lag der Betrag nur knapp über der eigens gesetzten Obergrenze von 1200 Euro. Mit 247.000 km auf der Uhr und stolzen 19 Jahren ist sie schon eine alte Dame. "Alte Dame" deswegen, da das Auto von Tim und Elmar auf den Namen "Irene" getauft wurde. Bei dieser Veranstaltung ist es üblich, den Fahrzeugen Namen zu geben. Ein Team aus München, Team Two Generations, die die Rallye im Frühjahr 2007 bestritten, tauften zum Beispiel ihr Fahreug "Karl", weil es in Karlsruhe gekauft wurde. Dies war übrigens auch ein roter Nissan Terrano I. Irene hat ihren Namen durch den Film "Black Hawk Down", der den "mäßig erfolgreichen" Einsatz der US-Streitkräfte in Mogadischu (Somalia) im Jahr 1993 zeigt. Der Einsatz trug den Codenamen "Irene". Tim und Elmar schauten diesen Film bei dem ersten Treffen zur Planung der Rallye.

Kurz vor dem Start der Challenge sehen die Boliden nicht selten aus wie professionelle Rallye-Fahrzeuge. Dachträger mit Reservekanister, Ersatzrädern, Schaufel, Sandbleche, Rallyestreifen und Sponsoren- und Organisatorenaufkleber zieren die Fahrzeuge. Diesen Anspruch hat auch das Team Rolling Hope. Deshalb wird zurzeit das Fahrzeug dieses Vorhabens angepasst.

(c) Rolling Hope 2008
Sicherlich ist Irene noch nicht in Topform. Deshalb wird sie bis zum Start der Rallye noch einige Änderungen erfahren: Dachträger, Ölwannenschutz, neue Reifen, Erneuerung von Verschleißteilen wie Bremse, Stoßdämpfer, Lenkungsteile, Keilriemen usw.

Irene hat einen Platz gefunden in einem kleinen Ort nahe Usingen im schönen Taunus. Dort wird sich "Chefmechaniker" Dennis Müller mit seinen "Hilfsarbeiter" Tim um die Schönheits-OP der Lady kümmern. Tims Vater Heinz übernimmt die Entfernung einiger Roststellen, die Montage der Dachreling und des Dachträgers und vieles mehr. Vielen Dank schonmal an Heinz an dieser Stelle. TÜV und AU sind nach getaner Arbeit ebenfalls fällig, denn diese liefen im September leider ab.

Das erste Foto zeigt Irene kurz nach dem Kauf. Das zweite Foto zeigt die Lady bereits mit einigen Sponsorenaufklebern kurz vor der Usinger Kerb, auf der man das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt hat.

Irene ist älter geworden...

Update: Irene hat nun einige Monate damit verbracht, sich auf die Rallye vorzubereiten, das heißt, vorbereiten zu lassen.

Das Foto zeigt Irene am Samstag, den 14.02., nach dem Bekleben mit Sponsorenaufklebern. Rolling Hope hat bis kurz vor Rallye-Start 40 Sponsoren, davon kommen etwa 30 mit Sponsorenaufklebern auf das Auto. Nun prangen über 65 Aufkleber auf Irene... genau EIN Sponsorenplatz ist noch frei, ein Premium-Platz auf der Heckscheibe. Wer will, wer will, wer hat noch nicht?

Irene ist nun fit für die Reise. Was wurde denn so alles getauscht? Bremse komplett (Scheiben, Beläge), Zündanlage, diverse Lenkungsteile, Stoßdämpfer (Bilstein Offroad, extra verstärkt), Kühler, Kupplungszylinder, Auspuff (war bereits erneuert), 4 neue Reifen (Conti CrossContact) und vielleicht noch etwas, das inzwischen in Vergessenheit geraten ist. Zwei hand- bis fußballgroße Rostlöcher unter der Rücksitzbank wurden zugeschweißt sowie diverse kleinere Rostlöcher (vor allem in der Heckklappe und in den Radhäusern)ausgebessert.

Mit diesen Reparaturarbeiten, die Irene fast den Status "neuwertiger Zustand" einbringen, hofft man nun auf einen ordentlichen Erlös des Fahrzeugs bei der abschließenden Auktion in Banjul, Gambia. Ziel sind mindestens 2500 Euro, das ist etwa die Summe, die das Team "Two Generations" aus München im Frühjahr 2008 für ihren roten Nissan Terrano I, der übrigens Karl hieß, erzielten.

Gepackt!

Am letzten Samstag, den 21.02.09 wurde Irene mit einigen Ausrüstungsgegenständen bestückt. Die Zusatzbeleuchtung ist nun montiert. Diese besteht aus vier 100 Watt-Scheinwerfern, die auf der Vorderseite des Dachträgers montiert sind. Zwei nagelneue Ersatzreifen (Continental CrossContact) wurden ebenso rutschsicher verzurrt wie vier 20l-Benzinkanister und drei 20l-Wasserkanister.

Am heutigen 23.02.09, einem Montag, wurden weitere Ausrüstungsgegenstände im Fahrzeug deponiert. Diese umfassen Schlafsäcke, Zelt, Gaskocher, Campinggeschirr, Werkzeug und Lebensmittel. Der untere Ladeboden ist nun bis auf einen Bereich hinter den Vordersitzen, in dem private Dinge des täglichen Gebrauchs verstaut werden sollen, vollständig belegt. Bleibt für die restliche Ausrüstung sowie der Sachspenden noch die obere Ladefläche des doppelten Bodens.

Unsere beiden Abenteurer haben bereits angekündigt, dass aus Platzgründen leider nicht alle gesammelten Sachspenden mitgeführt werden können. Aus dem Bekannten- und Freundeskreis hat man kistenweise Brillen, Kleidung und Spielsachen gespendet bekommen. All diejenigen, die diese Dinge gespendet haben, können sicher sein, dass Irene bis auf den letzten Kubikzentimeter Kofferraumvolumen gefüllt sein wird, so dass so wenig wie möglich an Spendenartikeln zu Hause gelassen werden muss. Ach so, Paulas gründer Alligator kommt auf jeden Fall mit, das hat Elmar ihr versprochen...


Veranstalter Dresden-Dakar-Banjul Challenge